Ich und Du

 Wie? Ich soll tun? Warum? Nur weil du mir deinen Körper zur Verfügung stellst? Ähm.. Du willst doch, dass ich deinen Körper benutze. Du willst doch an die Grenzen geführt werden. Du sagst doch was zu tun ist. Oder warum verweigerst du mir sonst den weichen Blick? Nur weil ich gestern einmal nicht Gewehr bei Fuß war und erst eine Stunde später nach Hause kam ohne mich gleich dafür zu entschuldigen!? Dir nicht vorher schon gesagt habe mit wem ich mich treffen will. Andere Frauen? Nö, wirklich nicht! Wenn Mann alleine ausgeht, so deshalb, zumindest am Anfang, weil er einmal ohne weiblichen "Schutz" ausgehen möchte. Sich selbst erleben möchte. Sei es auch nur für zwei, drei Stunden. Und jetzt? Jetzt spielst du die Platte: er liebt mich nicht! So alt, so durchscheinend. So offensichtlich. Und wenn ich jetzt den Zugriff auf mein Konto sperre? Oder den Zugriff auf mein Herz? Was dann? Altbewährtes? Anwalt? Gericht? Verunglimpfung? Schmähungen? Lügen? Klar! Na und? Mach doch! Viele werden lachen über mich. Egal! Aber ich weiß, es wird dich auffressen! Keine Rache genügt. Denn es wird immer weiter bohren in dir. Schön! Der Gedanke alleine daran macht mich seit langer Zeit endlich mal wieder so richtig geil! Mehr gab's ja nicht. Mehr konntest du ja nicht bieten- außer deinen Lügen! Der Lügen von Liebe, Devotion, Masochismus, Partnerschaft, Vertrauen, Gehorsam, Zuneigung, Gemeinsamkeit, Zweisamkeit, Dreisamkeit, Leben. Lust am Schmerz- meinem? Deinem? SEINEM?...


 Dann geh doch! Bleib alleine mit deinem fetten, faulen Hintern auf der Couch liegen und warte auf weitere Tauben die in deine so schlecht gepflegte Kauleiste hineinfliegen. Dich noch mehr mästen. Nicht nur deinen Umfang, sondern auch die geistige Trägheit die dich umgibt wie Millionen von Fliegen einen Kuhfladen. Warte auf deinen Prinzen der dich besteigen soll und Wollust empfinden an schwitzender, schleimiger Haut, gesprenkelt mit schwarzen Mitessern, gelben Punkten der Akne, geboren aus tiefster Trägheit. Nicht nur der des Geistes.


 Spreize deine fetten, überquellenden Schenkel. So weit es geht. Ich kotze wenn ich den trüben Fotzenschleim sehe, an den Lippen klebend wie Nasenpopel an der Fliesenwand im Klo. Träume weiter du seiest schön, begehrenswert. Deine Zeit war vor Hundert Jahren schon vorbei! Der Gestank der zwischen deinen Schenkeln emporsteigt bringt mir den Ekel. Wie Sauerbier, wie Kotze aus der Gosse.


 Wuchte mit deinen Händen die Massen an Haut aus deiner Bauchfalte. Höher, und ziehe sie in die Senkrechte. Ach... das! Das sind deine Titten? Versteckt in all dem Fett? Vergraben in Falten, Geschmiere, Haut, oder wie man diese Porosität auch immer nennen mag? Wenn ich dich so ansehe frage ich mich wie du es fertig bringst eine Salatgurke in deine Fotze zu stecken. Gut, ist eine der wenigen Vitamine die du zu dir nimmst, vermengt danach mit deinem Schleim. Aber wie in Gottes Namen schaffst du es das Ding dort überhaupt hinein zu bekommen? Mit deinen kurzen schwülstigen Armen? Wo ständig der Schweiß wie Sturzbäche aus den Achseln übelst stinkend fließt?


 Wie? Ich soll tun? Warum? Stimmt. Blöde Frage. Weil ich dich eigentlich liebe. Weil wir eigentlich zusammen gehören und weil es eigentlich scheißegal ist wie du aussiehst. "Und du bist dir wirklich sicher, dass meine 160 Kilo dich nicht ersticken wenn ich mich jetzt zwischen deine Schenkel schiebe?" - Schatz, morgen liebe ich dich wieder wie vorgestern... vorgestern waren wir ehrlich zueinander, vorgestern waren wir schöner..., vorgestern zeigte ich dir deine Grenzen, oder so.
 

[© Mitternacht1955]